Wie wollen wir das Sterben regeln? - Zur aktuellen Debatte um die Suizidhilfe

Willkommen zu unserer neuen Veranstaltungsreihe, dem Mittwoch-Salon:

Im November debattierte der Deutsche Bundestag erstmals über ein Gesetz zur Sterbehilfe. Gibt es ein Recht auf menschenwürdiges Sterben? Brauchen wir Regelungen der Suizidhilfe? Bis Ende 2015 soll dazu ein neues Gesetz verabschiedet werden. Beihilfe zur Selbsttötung steht wie der Suizid selbst in Deutschland bislang nicht unter Strafe. Führende Unionspolitiker wie Bundesgesundheitsminister Gröhe fordern jetzt ein Verbot jeder Form „organisierter“ Suizidhilfe im Strafrecht.  Mittlerweile zeichnen sich mehrere konträre Positionen über Parteigrenzen hinweg ab.

Geht es nach dem Willen der Bevölkerung, wäre die Sache klar: Nach den jüngsten repräsentativen Umfragen (ZDF-Politbarometer)  möchten 81 Prozent der Deutschen im Falle einer schweren Erkrankung die Möglichkeit haben, auf ärztliche Hilfe bei der Selbsttötung zurückzugreifen. Andere Umfragen zeigen, dass 90 Prozent der Bevölkerung der Überzeugung sind, dass es grundsätzlich nur dem Betroffenen überlassen sein soll, wann und wie er sterben möchte.

Im Mittwoch-Salon, berichtet Gita Neumann (Psychologin, Medizinethikerin) über die aktuellen Auseinandersetzungen im Bundestag zum Gesetzesvorhaben und geht auf häufig gestellte Fragen ein: Ist es human, Menschen die Selbstbestimmung am Lebensende abzusprechen? Wann dürfen lebensverlängernde Maßnahmen unterlassen werden („passive Sterbehilfe“)? Müssen Ärzte sich an Patientenverfügungen halten? Sind Vollmachten erforderlich? Was kann die Palliativmedizin am Lebensende leisten?

Mittwoch, 7.1.2015, 20 Uhr, Nachbarschaftshaus Alte Apotheke, Romain-Rolland-Straße 112

Anmeldung: nein
Kostenbeitrag: Spende erbeten