Rechtsruck und Fremdenfeindlichkeit: Quo vadis Polen?

Rechtsruck und Fremdenfeindlichkeit: Quo vadis Polen?

Bei den Wahlen im November 2015 errang die nationalkonservative Partei „Recht und Gerechtigkeit“(PiS) mit 37,58 Prozent der Wählerstimmen die absolute Mehrheit. Die Skepsis der PiS gegenüber dem Euro und die Ablehnung von nichtchristlichen Flüchtlingen aus dem Nahen Osten trafen offensichtlich den Nerv der Polen. Weder eine sozialdemokratische Kraft noch Linke oder Grüne sind im neuen polnischen Parlament (Sejm) vertreten.

Keine 100 Tage ist die neue polnische Regierung unter Beata Szydlo im Amt und bringt dennoch wöchentlich tausende Demonstranten gegen sich auf. Diese kritisieren u.a. den Umbau am Staatsapparat und die Kontrolle der staatlichen Medien durch die politische Führung. Auf Besorgnisse aus Deutschland, die neuesten Gesetze verletzten die Unabhängigkeit der Justiz und der Medien, wird mit dem Wecken antideutschen Ressentiments reagiert. Die Deutschen sollten lieber ihre Frauen vor sexuellen Übergriffen schützen, als sich in polnische Angelegenheiten einmischen.

Wie gespalten ist Polen? Welche politischen Reformen geben Anlass zur Sorge? Warum entzieht sich Polen in der europäischen Asylpolitik der Verantwortung? Welche Rolle spielt dabei die Katholische Kirche? Welche Auswirkungen hat der Regierungswechsel in Warschau auf das deutsch-polnische Verhältnis?

Diese und weitere Fragen wird der Dolmetscher und Journalist Andrzej Wendrychowicz, der sich im „Komitee zur Verteidigung der Demokratie“(KOD) engagiert, im Rahmen des Mittwoch Salon Heinersdorf mit dem Publikum diskutieren. Die Veranstaltung wird moderiert von Manfred Isemeyer.

Mittwoch, 20.4.2016, 20 Uhr, Nachbarschaftshaus Alte Apotheke, Romain-Rolland-Straße 112

Gast: Andrzej Wendrychowicz
Moderation: Manfred Isemeyer

Kostenbeitrag: Spende erwünscht
Kontakt: (030) 21 98 29 70 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!