Moschee-Konflikt auf der Bühne

Berliner Woche Nr. 12, 24.03.2010

Uraufführung des Stücks in Hannover

HEINERSDORF. Über die Entwicklungen von der Präsentation der ersten Pläne bis zur Einweihung der Moschee in Heinersdorf gibt es jetzt ein Theaterstück. Als bekannt wurde, dass im Ortsteil eine Moschee errichtet werden sollte, stand Heinersdorf plötzlich bundesweit im Rampenlicht. Zeitungen, Radiosender und das Fernsehen berichteten über den Konflikt zwischen Gegnern und Befürwortern. Heinersdorf wurde sogar zum Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. Nun gibt es auch ein Theaterstück, in dem es um die Ereignisse rund um den Bau der Moschee geht.

„Moschee DE – eine szenische Rekonstruktion“ heißt das Stück von Robert Thalheim und Kolja Mensing, das kürzlich seine Uraufführung am Staatstheater in Hannover erlebte. Ihr Stück recherchierten die Theatermacher in Heinersdorf, führten unter anderem Gespräche mit Mitgliedern der Zukunftswerkstatt Heinersdorf und der Bürgerinitiative ipahb sowie mit dem Imam der Heinersdorfer Moschee, die ihre Erlebnisse und Empfindungen schilderten. Die Bühne für das Stück wurde wie eine Turnhalle gestaltet, denn in einer solchen fand auch die erste Bürgerversammlung statt, bei der über den Moschee-Neubau heftig diskutiert wurde. Die nächsten Aufführungen im Staattheater Hannover finden am 27. und 30. März statt.